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Eine wirksame Krankenkost

Die Hühnerbrühe

Herbstzeit ist Erkältungs- und Grippezeit. Auf einem Bauernhof aufgewachsen, erinnere ich mich, dass für uns Kinder bei einer Erkältung oder einer anderen schwächenden Krankheit ein Huhn geschlachtet wurde, um daraus eine Geflügelbrühe zu kochen.

Dass sich der Verzehr von Geflügelbrühe positiv auf den Genesungsprozess des Menschen auswirkt, ist schon sehr lange bekannt und kann auch begründet werden. Eine frisch gekochte Hühnerbrühe enthält die wertvolle Aminosäure Histidin und relativ viel Zink. Zink gilt als wirksam gegen Erkältungsviren und stärkt die Abwehrkräfte. Die Kombination mit Histidin sorgt für eine optimale Bioverfügbarkeit des Immunboosters Zink. Außerdem wärmt ein heißer Teller Suppe von Innen. Auch dies tut gut wenn man erkältet ist.

Natürlich sind Zink und Histidin auch in Rindfleisch enthalten, sogar in einer höheren Konzentration. Eine frische Rinderbrühe wäre zum Schutz von Infektionskrankheiten also noch wirkungsvoller. Aber: Damals kam man schneller an ein Huhn als an frisches Rindfleisch. Hühner gab es auf jedem Bauernhof und in den Siedlungen, während Rinder seltener gehalten wurden. Man musste weite Wege zurücklegen um an frisches Rindfleisch zu kommen.

Hühnerfleisch stammte früher von abgelegten Hennen

Bevor in den 60er-Jahren mit der gezielten Züchtung und der Erzeugung von Junggeflügelfleisch begonnen wurde, stammte Hühnerfleisch von abgelegten Hennen, sowie von den bei der Aufzucht von Küken anfallenden Hähnchen. Eine Sortierung der Geschlechter am ersten Tag gab es noch nicht und die Kennhuhnzüchtung war erst in der Entwicklung.

Prof. Heinz Pingel erklärte in diesem Zusammenhang in seiner Geflügelzuchtvorlesung an der Universität Leipzig gern, dass früher oftmals nur dann ein Huhn geschlachtet wurde, wenn es entweder dem Huhn oder dem Bauern schlecht ging. Dazu passt eine Geschichte, die sich auf einen Bauernhof in Krostiz bei Delitzsch ereignet haben soll. Wer die Transportmöglichkeiten hatte und es sich leisten konnte, kaufte auch damals schon beim Bauern ein, z.B. Eier und Geflügel. Auf die Frage eines Bahnbeamten nach einem Suppenhuhn antwortete die Bäuerin: „Das geht nicht, es tut gerade keine Dumm.“ Es war also keine der Hennen krank.

Geflügel war lange Zeit eine lebende Fleischreserve

Im Übrigen war das Geflügel über Jahrhunderte hinweg eine lebende Fleischreserve, die man ohne Kühltechnik hielt und bei Bedarf sofort abrufen konnte. Diese Bedeutung wurde besonders von „Karl dem Großen“ geschätzt. Er förderte die Geflügelhaltung immens. In seiner „Landgüterverordnung“ verlangte er, dass jedes der größeren Hofgüter 100 Hühner und 30 Gänse und jedes Bauerngut 50 Hühner und 12 Gänse zu halten habe.

Nährstoffbombe Ei

Im antiken Rom begann das Mahl mit einem Eiergericht als Vorspeise und endete mit den Äpfeln als Dessert. Dort wusste man also bereits die ovale Nährstoffbombe zu schätzen. Horaz (65 bis 8 v. Chr.), einer der bedeutendsten Dichter der Augustinischen Zeit, würdigte dies in seinen Satiren „ab ovo usque ad mala“ (von den Eiern bis zu den Äpfeln). Immerhin ein Hinweis, dass die Römer die Bedeutung des Eies als Nahrungsmittel erkannt hatten. Im einzigen erhaltenen Kochbuch aus dem antiken Rom sind verschiedene Eiergerichte beschrieben, u. a. Omeletts mit Pinienkernen, Nüssen und Honig.

Dürigen rühmt in der 2. Auflage seines Buches Geflügelzucht (1906) das Ei: „Gibt es etwas wertvolleres im menschlichen Haushalt, etwas Bekömmlicheres, Gesünderes, Schmackhafteres und zugleich Kräftigeres unter unseren Lebensmitteln als ein frisches Ei, für tausende von Kranken und Genesenden neben Milch oft die einzige zuträgliche Kost und Stärkung, in abertausenden Familien die Sommermonate hindurch der Ersatz für Fleischspeisen, für hunderterlei Zurichtungen (in Frankreich kennt man über 600 Verwendungs- und Zurichtungsarten) … und in der Feinbäckerei unentbehrlich – eines der wenigen Nahrungs- und Genussmittel, die nicht verfälscht werden können? Ganz abgesehen von der unschätzbaren Bedeutung der Eier zur Herstellung von Konserven, nervenstärkenden Nährpräparaten, Getränken und für verschiedene technische Gewerbe (Photografie, Vergolderei, Zeugdruckerei, Färberei, Weißgerberei usw.), welche alljährlich viele Millionen Eier bedürfen und bis jetzt noch keinen Ersatz für das Eiweiß gefunden haben!“

Alles vorhanden für ein Neues Leben

Schon die Überlegung, dass sich aus dem Ei unter dem Einfluss einer bestimmten Temperatur (37,8 °C) ein Lebewesen entwickelt, dürfte Beweis genug sein, dass in Ihm alle lebensnotwendigen Stoffe enthalten sein müssen. Nur Vitamin C fehlt, weil es im Organismus des Kükens synthetisiert wird. Vor allem enthält das Ei alle lebensnotwendigen Aminosäuren in so einem Verhältnis, dass seinem Eiweiß die biologische Wertigkeit 100 zuerkannt wird. Selbst Vitamin B12 ist enthalten, dass in pflanzlichen Produkten fehlt.

Das Cholesterin

Was haben sich diejenigen Experten gedacht, die das Ei als Cholesterinbombe diffamierten? Natürlich haben Eier einen hohen Cholesteringehalt. Wissenschaftlich belegt ist aber mehrfach, das kein Zusammenhang zwischen der Cholesterinaufnahme über Eier und dem Cholesteringehalt im Blutplasma besteht. So wurde aus den USA berichtet, dass ein wöchentlicher Eierverbrauch von 21 Stück (3 Stk. Am Tag) die Cholesterinkonzentration im Blutserum gegenüber einem halben oder einem Ei je Woche nicht erhöht. Warum sind solche Ergebnisse der Öffentlichkeit vorenthalten worden? Kampagnen gegen das Ei haben seinen Konsum wesentlich verringert.

Jeden Tag ein Ei hält offensichtlich Jung

Die Japaner erreichen seit Jahrzehnten bei einem hohen Eierverbrauch von etwa 20 kg/Kopf. Also umgerechnet täglich 1 Ei, die höchste Lebenserwartung – offensichtlich in Verbindung mit guter körperlicher und geistiger Fitness, wenn man die japanischen Seniorengruppen beobachtet, wie sie die Sehenswürdigkeiten in unserem Land in rasantem Tempo erstürmen.

Reisen bildet und regt zum Nachdenken an. In der Nähe von Bangkok gab es ein Plakat, das für einen höheren Eierkonsum warb. In der Begründung hieß es, der Verzehr von Eier würde Demenz entgegenwirken.

In einem Journal der Welt-Vereinigung der Geflügelwissenschaft berichteten schwedische Kollegen über biologisch aktive Substanzen im Eidotter, besonderes über Phosphatidyl-Cholin, besser bekannt als Lecithin, das möglicherweise das Auftreten der Alzheimer-Krankheit hinauszögert. Man hält sich mit dieser Aussage verständlicherweise zurück, bis eindeutige Ergebnisse vorliegen. Bekannt ist, dass Lecithin generell lebenswichtige Aufgaben in den Zellmembranen übernimmt, besonders im Nervengewebe. Es soll das Gedächtnis und die Konzentration fördern und die Nerven stärken.

In der Zeitschrift „Poultry International“ (Ausgabe I/2014) fordert der Vorsitzende Cesar de Anda, das jedes Kind mindestens täglich 1 Ei am Tag essen sollte. Besonders in den afrikanischen und asiatischen Entwicklungsländern ist deshalb die Eierproduktion zu fördern.

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